Große Hoffnung – Kleiner Grasbrook

Bürger*innenbeteiligung

Kartierung des Kleinen Grasbrooks skizziert in Anlehnung an die Erkentnisse der Bürger*innenbeteiligung

Zum Beteiligungsverfahren für die Entwicklung des Kleinen Grasbrooks wurde von der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen gemeinsam mit der HafenCity Hamburg GmbH eingeladen. Das Verfahren wurde mithilfe unterschiedlicher Methoden vorangetrieben. Zum einen wurden Zusammenkünfte, die so genannten Grasbrookwerkstätten genutzt. ,,Wie dieser (Stadtteil) aussehen wird, darüber können die Bewohnerinnen und Bewohner der benachbarten Stadtteile mitbestimmen – und sie machen davon rege Gebrauch: Rund 200 Besucherinnen und Besucher kamen zur ersten Grasbrook -Werkstatt am 5. Dezember 2018 in die Immanuelkirche auf der Veddel.“ (HafenCity GmbH 2019: 55).  

Außerdem war es ein Anliegen vor Ort mit Personen ins Gespräch zu kommen. ,,Ein riesiges Luftbild auf der Veddeler Brückenstraße, das den Stadtteil im Zentrum eines großen Transformationsraums zwischen Hafen ­ City, Rothenburgsort, Wilhelmsburg und Hafen­anlagen zeigte, bildete die Attraktion für viele neugierige Besucher des Stadtteilfestes Veddel am 1. und 2. September 2018. […] Über zwei Tage wurden über 200 Gespräche geführt, mehr als 80 Menschen beteiligten sich an einer schriftlichen Passantenbefragung und noch viel mehr an den persönlichen Gesprächen” (ebd.: 51).

Außerdem wurde ein Online-Beteiligungsverfahren eingerichtet, ,,Ein Mitdenken und Mitwirken an der Entwicklung des neuen Stadtteils Grasbrook war auf verschiedenen Wegen möglich…” (ebd.: 47) das Notieren von Ideen, Fragestellungen oder Sorgen auf Postkarten, Moderationskarten und Plänen sollten die Einbindung der verschiedenen Personen sichern. 

Insgesamt waren an der Bürger*innenbeteiligung ca. 2.500 Personen beteiligt. Der Ideenprozess zum Kleinen Grasbrook zeigte einige Punkte auf, die in die Bewertung der Wettbewerbsentwürfe aufgenommen wurde. Besondere Erwähnung fand die Verbindung zwischen der Veddel und dem Kleinen Grasbrook, es sollten nachbarschaftliche Treffpunkte und gemeinsame Angebote geschaffen werden. Der Städtebau sollte vielfältig gestaltet werden, mit gemischter Nutzung, unter Einbindung des Vorhandenen wie Bestandsgebäude oder auch der lokalen Vegetation. Dies schloss auch die aktive Nutzung und Einbindung des Wassers ein. Die Ufergebiete sollen den Zugang zum Wasser möglich machen. Auch soll die Nachhaltigkeit dabei nicht in den Hintergrund geraten, sodass ein Beitrag zur klimagerechten Stadt geleistet werden soll.  

Zusätzlich sollen verschiedene Mobilitätsangebote bedacht werden. Der Stadtteil soll autoarm gestaltet werden und trotzdem gesammelte Parkmöglichkeiten bieten.